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»Zeitgenössische Kunst im Spiegel der Presse: Digitalisierung und Erschließung der Presseausschnitt-Sammlung aus den Jahren 1950 bis 2013«

(in: b.i.t. online, 20 (2017) Nr. 2, S. 124-128)

Seit Beginn der Sammeltätigkeit des Instituts für moderne Kunst im Jahr 1967 ist die Auswertung der Tages- und Fachpresse ein zentraler Bestandteil der Institutsarbeit. Im Lauf der Zeit wurde eine Presseausschnitt-Sammlung mit rund 235.000 Einzelartikeln zu Künstlern und Kunstthemen zusammengetragen. Diese basiert auf der kontinuierlichen Auswertung von rund 50 deutschsprachigen Kunstzeitschriften sowie den 15 wichtigsten deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen.

Die Presseausschnitt-Sammlung des Instituts für moderne Kunst enthält monografische – also auf Einzelkünstler bezogene – Artikel ebenso wie Presseausschnitte zu allen wichtigen Themen und Aspekten der Kunst nach 1945. Sie stellt deutschlandweit einen einzigartigen Fundus an Quellmaterialien zur wissenschaftlichen Erschließung der Gegenwartskunst dar und ermöglicht der kunsthistorischen Forschung die Analyse der Rezeption von Gegenwartskunst über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren.

Von Anfang an wurde großes Augenmerk darauf gelegt, bei der Auswahl und Aufbereitung der Artikel einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. Da sich die zeitgenössische Kunst und ihre Begrifflichkeiten in einem stetigen Wandel befinden, werden die Presseartikel von fachkundigen Institutsmitarbeitern, die mit den neuesten bzw. sich gerade im Entstehen befindenden Phänomenen der Gegenwartskunst vertraut sind, anhand der Sammlungssystematik des Institutsarchivs ausgewählt, markiert und anschließend ausgeschnitten, mit Quellenangaben versehen und in eine ablagefähige Form gebracht.

Im Januar 2015 wurde im Rahmen dieses DFG-Projektes damit begonnen, die Presseausschnitt-Sammlung des Instituts für moderne Kunst zu digitalisieren, sie zu erschließen und zugänglich zu machen. Der oben aufgeführte Bericht stellt den aktuellen Projektstand dar.

19. Juni 2017