Das Archiv / die Bibliothek des Instituts für moderne Kunst Nürnberg umfasst mehr als 550.000 Archivalien (Publikationen, Zeitschriften, CD-ROMs, Drucksachen und Presseausschnitte).
Das Zentrum des Archivs bilden rund 22.000 Informationsdossiers zu wichtigen Vertretern der nationalen und internationalen Kunst nach 1945.
Als Ergänzung zu einem Bestand von rund 80.000 Ausstellungskatalogen, Monographien, Sachbüchern und Zeitschriften werden auch Audio- und Videokassetten sowie CD-ROMs und DVDs gesammelt (Recherche über den Online-Katalog). Aufgrund des kontinuierlichen Inputs an aktuellen Materialien und seines komplexen Bestandes ist das Institutsarchiv eine in Deutschland einzigartige Forschungsbibliothek zur zeitgenössischen Kunst.

Als Museumsbibliothek des Neuen Museums - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg dient das Institutsarchiv außerdem den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Neuen Museums als Arbeitsbibliothek. Der regelmäßige Schriftentausch mit rund 1.000 nationalen und internationalen Ausstellungsinstitutionen garantiert einen ständigen Zuwachs an Publikationen und Informationen über die neuesten Strömungen der Gegenwartskunst.

Als Informations- und Dokumentationszentrum für zeitgenössische Kunst liegt der Sammelschwerpunkt des Institutsarchivs auf Materialien zur Kunst nach 1945. Diese bestehen aus zahlreichen Publikationen, Drucksachen, Einladungskarten und Künstlerdokumentationen sowie einer umfangreichen Sammlung von Presseausschnitten, die der interessierten Öffentlichkeit in einer Präsenzbibliothek auf rund 1.400 laufenden Metern zu Informations- und Forschungszwecken zur Verfügung stehen.

Durch die kontinuierliche Auswertung von rund 50 deutschsprachigen Kunstzeitschriften sowie der wichtigsten Tages- und Wochenzeitungen bietet das Pressearchiv der Institutsbibliothek einen reichhaltigen Fundus an Quellmaterialien zur wissenschaftlichen Erschließung der Gegenwartskunst und ermöglicht damit Grundlagenforschung auf diesem Gebiet.

Das Institut für moderne Kunst ist Mitglied in der AKMB–Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken.

Die Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken und das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin haben eine Kooperation mit dem Zweck der Zertifizierung von Kunst- und Museumsbibliotheken begonnen. Im Januar 2008 wurde die Bibliothek des Instituts für moderne Kunst Nürnberg als erste Kunst- und Museumsbibliothek in Deutschland mit diesem Verfahren erfolgreich zertifiziert. Das Qualitätszertifikat wurde 2011 für weitere drei Jahre verliehen.

Durch die Gründung der »Arbeitsgemeinschaft zur Dokumentation der Kunst nach 1945« (zusammen mit dem documenta archiv in Kassel, dem ZADIK – Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels in Köln und dem DKA - Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg) wurde ein institutioneller Verbund geschaffen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Wege zu finden, die jeweils einzigartigen Sammlungen von Archivmaterial zur zeitgenössischen Kunst einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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