Qualitätssicherungsverfahren für Kunst- und Museumsbibliotheken

Zeitgleich mit der Gründung der Fachgruppe Standards auf der Herbstfortbildung der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) 2003 in Dresden entstand die Idee zur Entwicklung eines Verfahrens, mit dem sich die Qualität und das Leistungsspektrum einer Bibliothek überprüfen und mit anderen Bibliotheken vergleichen lassen.

2007 konnte während des 3. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek ein Katalog mit 83 messbaren Kategorien (»Standards in Kunst- und Museumsbibliotheken«) vorgestellt werden.

Das erste Zertifizierungsverfahren, das vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit der AKMB entwickelt wurde, fand am im November 2007 im Institut für moderne Kunst Nürnberg statt.

Zwei unabhängige Auditoren übernehmen die kritisch-konstruktive Begleitung bei der Abarbeitung des Fragenkatalogs. Die 83 Normen, die erfüllt werden sollen, dienen dabei der Reflektion des Leistungsprofils der überprüften Einrichtung. Das Qualitätssicherungsverfahren ist also für die Bibliotheken ein gutes Instrument zur Kontrolle von Arbeitsabläufen, -prozessen und –leistungen.

Die Bibliothek des Instituts für moderne Kunst Nürnberg hat dieses Prüfungsverfahren erfolgreich absolviert und als erste deutsche Kunst- und Museumsbibliothek im Januar 2008 das drei Jahre gültige Qualitätszertifikat erhalten.

Der Bibliothek des Instituts für moderne Kunst wurde im April 2011 ein weiteres »Qualitätszertifikat für die Einhaltung der gültigen Standards der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken« zum zweiten Mal verliehen, nachdem sie sich einem ordnungsgemäßen Zertifizierungsverfahren unterzogen hat. Dieses Qualitätszertifikat ist wiederum drei Jahre lang gültig.