Nürnberger Zeitung: 26.11.2011
Schemenhaftigkeit zeichnet die Szenarien in den traumhaften Gemälden des 1973 nach Amsterdam emigrierten Rumänen Veron Urdarianu aus. Allem Marktgeschrei entgegen ist er von der Freskenmalerei beeinflusst; es ist stimmig, wie er von Melancholie getrieben auf pastellige Braun-, Grün und Ockertöne setzt. Figuren eines Goya-Bildes verbindet er surreal und rätselhaft mit einem Caravan, ein Haus mit Speiseeis. Und nebenher hat der 1951 Geborene ein »Ambulantes Atelier« gezimmert.
Die Bilder und Objekte darin fangen im realistischeren Format an und werden immer kleiner. Doch gerade indem er die Sachen bis ins Unkenntliche zurücknimmt, zeigt Urdarianu in seiner Ausstellung »Am Ursprung der Leere« wahre Größe.
Christian Mückl

