Reynold Reynolds

»Last Day of the Republic«
2009 | Lightjet Print | 33 cm x 46,8 cm | Auflage: 5 Exemplare | nummeriert und signiert | 280,- Euro (180,- Euro für Mitglieder des Instituts) | VERGRIFFEN

Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet Reynold Reynolds mit Super-8mm- und 16mm-Filmmaterial als künstlerisches Medium. In dieser Zeit hat der US-amerikanische Experimentalfilmer ein äußerst suggestives bildnerisches Vokabular entwickelt, mit dem er in immer neuen Variationen Transformationsprozesse wie Zerstörung oder Verfall thematisiert und visuelle Albträume evoziert, deren Sog sich der Betrachter so schnell nicht wieder entziehen kann.
Der Film »Last Day of the Republic« (2009) dokumentiert den umstrittenen Abriss des 1976 in Ostberlin eröffneten Palasts der Republik. In Reynolds surrealem Abbruch-Ballett fressen sich an urzeitliche Echsen und Insekten erinnernde Kräne und Bagger in die Mauern des einstigen Repräsentationsbaus der DDR.
Die Abbruchgeräte werden dabei zu einer Metapher für alle zerstörerischen Kräfte, sie beseitigen nicht nur ein Gebäude, sondern symbolisch einen ganzen Staat. Reynold Reynolds Lightjet-Print hält diesen symbolträchtigen Moment der deutschen Geschichte fest – wie mahnende Finger ragen einige (noch nicht abgerissene) Betonstelen in den nächtlichen Himmel.

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