DFG-DIGITALISIERUNGPROJEKT

»Zeitgenössische Kunst im Spiegel der Presse: Digitalisierung und Erschließung der Presseausschnitt-Sammlung aus den Jahren 1950 bis 2013«

Ab Juni 2018 im SWB-Online-Katalog!


(in: b.i.t. online, 20 (2017) Nr. 2, S. 124-128)

Seit Beginn der Sammeltätigkeit des Instituts für moderne Kunst im Jahr 1967 ist die Auswertung der Tages- und Fachpresse ein zentraler Bestandteil der Institutsarbeit. Im Lauf der Zeit wurde eine Presseausschnitt-Sammlung mit rund 235.000 Einzelartikeln zu Künstlern und Kunstthemen zusammengetragen. Diese basiert auf der kontinuierlichen Auswertung von rund 50 deutschsprachigen Kunstzeitschriften sowie den 15 wichtigsten deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen.

Die Presseausschnitt-Sammlung des Instituts für moderne Kunst enthält monografische – also auf Einzelkünstler bezogene – Artikel ebenso wie Presseausschnitte zu allen wichtigen Themen und Aspekten der Kunst nach 1945. Sie stellt deutschlandweit einen einzigartigen Fundus an Quellmaterialien zur wissenschaftlichen Erschließung der Gegenwartskunst dar und ermöglicht der kunsthistorischen Forschung die Analyse der Rezeption von Gegenwartskunst über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren.

Von Anfang an wurde großes Augenmerk darauf gelegt, bei der Auswahl und Aufbereitung der Artikel einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. Da sich die zeitgenössische Kunst und ihre Begrifflichkeiten in einem stetigen Wandel befinden, werden die Presseartikel von fachkundigen Institutsmitarbeitern, die mit den neuesten bzw. sich gerade im Entstehen befindenden Phänomenen der Gegenwartskunst vertraut sind, anhand der Sammlungssystematik des Institutsarchivs ausgewählt, markiert und anschließend ausgeschnitten, mit Quellenangaben versehen und in eine ablagefähige Form gebracht.

Im Januar 2015 wurde im Rahmen dieses DFG-Projektes damit begonnen, die Presseausschnitt-Sammlung des Instituts für moderne Kunst zu digitalisieren, sie zu erschließen und – soweit rechtlich möglich – online zugänglich zu machen. Der oben aufgeführte Bericht vermittelt einen ersten Eindruck über das Projekt. Inzwischen sind bereits rund 40.000 Presseausschnitte bearbeitet und die ersten rund 4.000 Metadaten im OPAC des Instituts nachgewiesen.

Der OPAC bietet neben den Nachweisen zu den gesammelten Publikationen auch Information zu den Drucksachen- und Pressedossiers. Diese Informationen wurden nun um die Bestandsnachweise zu den gesammelten Presseausschnitten erweitert. Das vielfältige Sammlungsspektrum wird durch die zwei Beispiel-Datensuchen zu Chris Dercon oder dem amerikanischen Künstler Chuck Close sichtbar: die Trefferanzeige verweist auf Bücher, Dossiermappen und die einzelnen bereits bearbeiteten Presseausschnitte. Klassifiziert wird das jeweilige Material durch ein entsprechendes Symbol.

Seit Juni 2018 sind die bibliografischen Angaben zu den Presseausschnitten auch im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund Baden-Württemberg, Saarland, Sachsen (SWB-Verbundsystem) nachgewiesen. Die ersten rund 4.000 Metadaten sind im SWB-Online-Katalog bereits zu finden und werden nach und nach ergänzt.

Stand: Juni 2018

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